12
Jan
2006

Winterausflug



(Klick für größere Version)

Die Bilder sind von einem kleinen Ski-Ausflug mit meinen Eltern in der schönen Oberlausitz am 30.12.
Mehr gibt's auf Flickr.

Demnächst: Viele Katzenfotos und ein paar Griechenlandbilder.
Und eine Entscheidung...

Ein modularer Moog für Barbie


Barbie und Ken Keith mit ihrem neuen Spielzeug.
(gefunden im music thing.)

Manche Leute haben zuviel Zeit: So ein Mini-Mellotron mit Mini-Minimoog würde ich mir auch gern in die nicht vorhandene Vitrine stellen.

5
Jan
2006

Rechtschreibung als Stilfrage

Der Spiegel 1/06 hat unter der Überschrift "Hit und Top, Tipp und Stopp" einen wunderbar treffenden Artikel über die Rechtschreibreform geschrieben, der momentan noch online einsehbar ist. Schnell lesen, bevor er kostenpflichtig wird.

"(...) Mit der Rechtschreibreform hat die Politik ein Regelwerk beschlossen, das die Bürger nicht gefordert hatten. Sie hat sich daran gemacht, die Schriftsprache zu erneuern, obwohl die Deutschen keinen Erneuerungsbedarf hatten. Sie hat sich eines Bereichs bemächtigt, für den sie gar nicht zuständig ist.

Die Reformer gingen dabei vor, als müssten sie eine neue Straßenverkehrsordnung erlassen. Alles sollte einfacher, übersichtlicher, logischer werden. Sie schnitten weg, was ihnen überflüssig erschien, sie zeigten wenig Respekt für das Gewachsene. Doch die Sprache ist keine Straßenverkehrsordnung. Sie ist ein sehr komplexes, häufig widersprüchliches, manchmal staunenswertes Gebilde, das sich über die Jahrhunderte entwickelt hat, ohne immer klaren, jedermann einsichtigen Regeln zu folgen. Wer sich an ihr zu schaffen macht, stößt schnell auf Widerstände. (...)"


Der Spiegel spricht in der Folge von "zivilem Ungehorsam" gegen die Reform. Mir kommt es eher so vor, als sei im Zuge des Reformwirrwarrs immer mehr Leuten die Rechtschreibung komplett egal. Sie kapitulieren vor der Rechtschreibung als ganzes, weil sie den unausgegorenen Reformänderungen im Detail nicht folgen können.

Nachdem ich mich eine Weile durch Chats und Foren bewegt habe und zunehmend "echte" Legasteniker nicht mehr von "unechten" (d.h. "gewordenen") unterscheiden kann, kommt mir der jahrzehntelange, verbissen bis ins Detail geführte Streit um eine einheitliche Rechtschreibung umso mehr wie ein Kampf gegen Windmühlen vor.

Zumal die Reform die Verwirrung auch selbst begünstigt. Man schaue sich nur mal an, welch seltsame Blüten die neuen Regeln zur Groß- und Kleinschreibung bzw. zur Getrennt- und Zusammenschreibung von Wörtern im Netz treiben. Da haben die Leute irgendwo aufgeschnappt, dass man heute viel mehr getrennt schreibt als früher - und schon wird "dem Gefühl nach" munter drauflosgetrennt, mit teil weise ab surden Ergebnissen und unter anglizismentreuer Weglassung des Bindestriches.

Und während die Kommission noch über Spezialfälle der Groß- und Kleinschreibung streitet, wird diese immer öfter einfach ignoriert. Manchmal aus Faulheit, oft aber auch aus Prinzip.

Rechtschreibung wird somit für viele zur Frage des persönlichen Stils. Ich selbst schreibe so, dass ich mich wohl dabei fühle. Ich berücksichtige einige Neuerungen der Reform, die mir einleuchten und ignoriere andere, die ich nicht kenne oder die ich sinnlos finde. Wichtig ist dabei doch nur, dass die Lesbarkeit des Textes nicht leidet und der persönliche Umgang mit der Rechtschreibung konsequent betrieben wird - sonst wäre das schlechter Stil. Darüber, dass ich immer noch "schneuzen" statt "schnäuzen" (von Schnauze) schreibe, mokiert sich niemand. Und wenn, dann wird er Erbsenzähler und Klugscheißer genannt. ;)

In dem Sinne akzeptiere ich auch, dass unter anderem viele Blogger inzwischen konsequent klein schreiben. Jeder nach seiner Fasson - so wie schon damals, zu Luthers Zeiten.

31
Dez
2005

Silverster-Muffelei

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle bereits ausgiebige Weihnachtsmuffelei betreiben, habe aber die Gelegenheit dazu verpasst. Deswegen muss jetzt ersatzweise Silvester herhalten.

Silvester ist regelmäßig einer der Tage im Jahr, die ich am wenigsten leiden kann und am schnellsten vergessen möchte (Den freundlichen Hinweis, das Alkohol hilft, weise ich an dieser Stelle dankend zurück: Bei mir hilft Alkohol nicht, denn ich vergesse auch im Total-Suff kein peinliches Detail meiner suffbedingten Eskapaden).

Eines der Rituale des Silvestertages besteht darin, das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen und sich all der Dinge zu erinnern, die man geschafft hat, durch die man persönlich vorangekommen ist. Diese Betrachtung nimmt bei mir traditionell nicht viel Zeit in Anspruch und versetzt mich in das exakte Gegenteil einer ausgelassenen Partystimmung.

Unabhängig davon geht mir das restliche Silvesterbrimborium gehörig auf die Eier. Ich habe schon überlegt, ob ich mich zur Hauptkrachpengzeit auf den Dorfplatz stelle und die dortigen Sprengleistungen anerkennend kommentiere:

"2€, 3,50€, sehr schön! Wunderbare Raketen, das waren wieder 5€, oder 3,99€ wenn sie im Aldi gekauft wurden. Da, die Raketenkaskade, grandios! 4,6,8,10€! Und schon wieder vorbei! Jetzt, der Chinaböller Klasse D, frisch importiert aus Polen, 5€ das Stück plus 5000€ für ein neues Trommelfell. Damit könnte man schon einige "Neger" über den Winter bringen! Dort oben am Himmel, wieder 4 Neger, noch 2 Neger hinterher. Da der Dorfprolet, der mir 5 Neger vor die Füße wirft, über die ich elegant hinwegspringe - und dort wieder 2 verhungerte Neger die - oh Schreck - noch nichtmal hochgegangen sind! Scheiß Schnee!"

Im Interesse der eigenen Gesundheit verzichte ich aber wie bisher darauf und widme mich lieber dem einzigen Silvester-Ritual, das mir etwas bedeutet. Nein, ich meine nicht den Sekt (ich hasse Sekt), sondern Dinner for One.

Frohes Neues.

13
Dez
2005

By the way...

moep

Noch mehr btw.: Wer Lust auf "vergnügliche" Lektüre mit garantierter Magenverstimmung hat: Mehr auf http://www.bildblog.de.

Kobaianische Weihnachtsgrüße

Vom Progressive Ears-Forum via progrock-dt:

I was able to stop an annoying influx of Christmas cards from coming in, the year after I sent out cards with the following cheery holiday message:

Ioss ioss ioss dowerï
Ioss ioss ioss dowerï
Ioss ioss ioss dowerï du, dowehri du
Do wehr do ioss ioss ioss dowehri
Ioss ioss ioss dowerï
Ioss ioss ioss dowerï du, dowehri du
Dowehri dii

Wi wi uss wi wi wi wi wi uss
Uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu
Wi do wi do wi sun, sun, sun, sun sun
Uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu
Uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu uu....


Wenn ich wider Erwarten mal mit Weihnachtskarten überschwemmt werden sollte, weiß ich, was zu tun ist.

(Der Text ist ein Auszug aus Magmas Zheul-Klassiker Mekanïk Destruktïw Kommandöh).

RIP "Tookie"

Stanley "Tookie" Williams ist ein Mann, der vielleicht in den 70ern vier Menschen ermordet hat und dafür seit 1981 in einem kalifornischen Gefängnis auf seine Hinrichtung wartet. Er selbst bekennt sich zu einem verbrecherischen Leben, streitet die Morde aber ab. In den Jahren seiner Inhaftierung hat er zahlreiche Kinder- und Jugendbücher geschrieben, in denen er eindringlich vor Bandenkriminalität warnt. Dafür wurde er mehrfach für den Friedens- und Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Sein Leben wurde 2004 verfilmt.

Für einen kalifornischen Gouverneur, der um seine Wiederwahl in der Todesstrafen-bejahenden Bevölkerung bangt, ist das alles "keine Rechtfertigung" für eine Begnadigung. Schwarzenegger hat das Gnadengesuch des zum Tode Verurteilten abgelehnt. Zuvor hatte bereits der Oberste Gerichtshof eine Verschiebung der Vollstreckung ohne Begründung abgewiesen.

Heute um 9:01 Uhr MEZ wird Stanley "Tookie" Williams durch eine Giftspritze sterben.

Icewars-Community-Treffen

Icewarstreffen - Gruppenbild Icewarstreffen - Gordischer Knoten 7 Uhr: die letzten Recken Bierselige Nachdenklichkeit

Am Wochenende war ich seit Langem mal wieder auf einem Reallife-Treffen. Zwar spiele ich selbst kein Icewars mehr, aber das konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen, zumal Fulda gleich um die Ecke liegt und ich bequem bei jemandem mitfahren konnte. Ich habe es letztendlich auch nicht bereut. Mit lustigen Gesellschaftsspielen, bierseligen (und trotzdem tiefsinnigen) Gesprächen, Kicker, Tischtennis, Skat, Schach und *hust* reichlichen Mengen Alkohols habe ich beide Nächte durchfeiert und am Montag schließlich mit Unterbrechung geschlagene 15 Stunden geschlafen. Und ich wollte mal zu einem normalen Schlafrhythmus zurückfinden? Vielleicht über Weihnachten, wenn ich zuhause bin und mir die Nächte unter anderem mit Rollenspiel um die Ohren schlage. Oder vielleicht auch nicht. ;)

Wen es interessiert: Mehr Bilder.

9
Dez
2005

Füllerlücke

Eigentlich wollte ich mein Dauerprovisorium privat halten und nur den engen Freundeskreis mit meinen kleineren und größeren Problemen langweilen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es Spannenderes gibt, als einem "Sumpfi" beim Im-Kreis-Drehen zuzuschauen. Auch wenn man selbst Sumpfbewohner ist.

Also möchte ich das Themenspektrum hier in nächster Zeit etwas erweitern, so ich denn meine Schreiblust mal wiederfinde. Themen, die mich beiläufig interessieren bzw. denen ich obszessiv huldige und über die ich gelegentlich erzählen möchte, beinhalten u.a. "Progressive" Mucke, Filme, TV-Serien und Bücher im SciFi-Bereich, Rollenspiel, Rumgehopse auf vier Tasten (DDR), Comics & Manga, wirklich keine Politik und Netzkram. Im Folgenden reserviere ich Platz für Ergänzungen, die diesem Beitrag nachträglich etwas Gehalt verleihen:

[






]

1
Dez
2005

Genesis-Reunion

Heute Nacht war ich auf einem Genesis-Reunion-Konzert.
Zuerst war ich ja sehr skeptisch, ob die alten Herren es noch einmal bringen würden - und vorallem, ob sie auch ein paar der alten Sachen spielen würden und nicht nur ihren Popkram aus den 80ern und 90ern. Dass Steve Hackett mit von der Partie war, machte mir Hoffnung. Dass Phil Collins sich damit zufrieden gab, nur hinter dem Drum-Kit zu sitzen, ebenfalls. Merkwürdig fand ich aber, dass die klassischer 5er-Besetzung live noch durch einen 2. Drummer (Chester Thompson) und 2 (!) weitere Gitarristen ergänzt wurde. Gerade von Daryl Stuermer hielt ich wenig.

Leider hatten die Herren verkündet, sich nur für diese kurze Tour zusammenzufinden und sich nicht gemeinsam ins Studio begeben zu wollen. Ein Jammer.

Als es im vollgepackten Stadion endlich losging - ich hatte einen Platz unweit der Bühne ergattert, war die Begeisterung doch erstaunlich schnell wieder da. "Dancing with the Moonlit Knight" war ein Einstand nach Maß und Phil hielt es schon hier nicht mehr hinter seinem Kit aus und sprang zwischendurch vorn auf der Bühne herum (gut, dass Chester da war). Der Song war zwar etwas behäbiger, als es gut gewesen wäre, aber trieb mir nach all der Zeit die Tränen in die Augen, vorallem wenn ich sah, mit welcher Begeisterung Progverächter Collins dabei war. War dort sogar ein Lächeln auf Tony Banks Gesichtsmaske zu erkennen?

Und dann bin ich aufgewacht. Leider.

np: Genesis - Selling England by the Pound *schmacht*

25
Nov
2005

Erste Symptome des Lebenswandels

Ich bin heute um 10 Uhr auf Arbeit erschienen. In einem ansprechbaren und noch nicht Kaffee-gestützten Zustand! Ich bin so begeistert, dass ich bisher glatt vergessen habe, müde zu sein.

Nachdem meine durchschnittliche Aus-dem-Bett-fall-Zeit in den letzten Tagen zwischen 13 und 15 Uhr lag und ich schon überlegt hatte, mich schlaftechnisch selbst zu "überholen", um wieder einen normalen Schlafrhythmus zu erreichen, ein deutlicher Fortschritt! ;)

(and now for something completely different)

Oohh... Schnee...

22
Nov
2005

Ende der Sinnkrise

Nein - es war natürlich nicht sehr "nett" von mir, diesen Platzhalterkommentar hinzusetzen, ohne irgendetwas näher auszuführen. In meiner Egozentrik vergesse ich leider manchmal, dass es Leute gibt, die sich tatsächlich Sorgen um mich machen.

Dafür entschuldige ich mich.

Zu meiner Überaschung haben mich eine ganze Reihe besorgter Mails erreicht, für die ich sehr dankbar bin.
Ich möchte eure Sorgen hiermit ein wenig zerstreuen, indem ich meine persönliche Misere Situation näher erkläre, obwohl ich solcherlei Sachen eigentlich aus meinem Blog heraushalten wollte. Aber wer sich nicht für mich interessiert, wird sich den folgenden Textwust eh nicht antun. ;-)

Ich bin in den letzten Wochen, ohne dass es einen konkreten Anlass dafür gab, immer tiefer in einen Zustand verfallen, den man leicht Depression nennen könnte, wenn ich denn depressiv veranlagt wäre, was ich nicht bin. Tatsächlich war es eher die mir schon hinlänglich bekannte Rundum-Resignation - ausgeprägte Teilnahmslosigkeit gegenüber fast allem, gefördert durch sinnfreien Beschäftigungskonsum und einen komplett verqueren Schlaf-Rhythmus, der mir neben der Arbeit vom Tag kaum noch etwas übrig ließ. Ich habe nicht nur mein "Real Life", samt Freundeskreis vernachlässigt, sondern auch die kreative Seite meiner Onlineaktivitäten, mein "geek life". Es geht soweit, dass ich mich eigentlich kaum noch einen geek nennen kann.

Zu alledem gesellten sich noch ein paar äußere Faktoren, die mir ebenfalls zu schaffen machten - aber auch als unmissverständliche "Zeichen", d.h. dringend nötige "Arschtritte" zu verstehen sein mögen. Meinen "Lieblings"-WG-Nachbarn habe ich neulich dabei erwischt, wie er meine Kommunikation mit unserem WLAN-Router durch eine "Man in the middle attack" abgehört und teilweise manipuliert hat, was mich komplett fassungslos zurückgelassen hat. Da werden kriminelle Energien freigesetzt, mit denen ich mich nicht mehr auseinanderzusetzen gewillt bin. Ärgerlich ist außerdem, dass die Heizung in meiner Bude momentan auch tagsüber bestenfalls handwarm wird und sich ab 22 Uhr komplett verabschiedet. Es macht überhaupt keinen Spaß, mit 2 Pullovern und Decke über den Schultern dazusitzen und mit klammen Fingern Texte zu tippen.
Letztendlich läuft dann auch meine Arbeit, die mich nun 3 Monate (geplant waren 14 Tage) beschäftigt hat, vorerst aus und ich sitze erstmal wieder auf dem Trockenen...

Gut, nach "Sorgen zerstreuen" sah das bisher noch nicht aus. Zugegeben. Eher nach "Sorgen intensivieren". Aber ich bin noch nicht fertig. ;)

Denn letztendlich ist das Fass vor ein paar Tagen übergelaufen und ich habe mich aufgerafft und einen Schlussstrich gezogen, meine Probleme nach einigem Nachdenken als "ausgeprägte Orientierungslosigkeit" definiert und gleich ein paar Entscheidungen getroffen "angebahnt".
  1. Ich verabschiede mich von sämtlichen Onlineaktivitäten, mit Ausnahme meiner Mitarbeit an SF-Radio, die mir sehr gut tut. Teilweise habe ich das schon getan.
  2. Ich werde meine Bude so schnell wie möglich verlassen. Ich wohne jetzt seit ... viel zu lange hier und ertrage es nicht länger.
  3. In dem Zuge werde ich auch Frankfurt (wahrscheinlich endgültig) den Rücken kehren (Hmpf: Wir reden nochmal darüber).
  4. Ich werde mir meinen gerade noch rechtzeitig beantragten Biometrie-freien Reisepass greifen, es meinen bloggenden Freunden gleichtun und mich für eine Weile ins Ausland absetzen (noch keine Ahnung, wohin genau).
  5. Sollte die Knete dafür nicht reichen, werde ich wohl oder übel Adam, meinen Laptop, verkaufen müssen.
  6. Den Gedanken eines neuen Studiumsanlaufs behalte ich mittelfristig im Hinterkopf.
Ich weiß, dass ich überlebensfähig bin und auch in einer komplett neuen Situation nicht untergehen werde. Ich brauche nur die nötigen Impulse, um den Hintern hochzubekommen - und die sollten mich nun eigentlich erreicht haben.

Außerdem bin ich nun, da ich meine Pläne publik gemacht habe, erstmal stark in Zugzwang. *ugh*

Ich halte euch auf dem Laufenden.

17
Nov
2005

Falls sich jemand wundert...

Ja, die Updatelosigkeit der letzten Zeit ist ein Zeichen dafür, dass es mir nicht gut geht.

7
Nov
2005

5 jahre Science Fiction Community

SF-Community

Ich möchte es nicht unerwähnt lassen: Mein Stamm- und Lieblingsforum wird dieser Tage 5 Jahre alt. Für ein schnelllebiges Medium wie das Internet ist das ein beachtliches Alter - und ein Grund zum Feiern.

Im Frühjahr 2002 saß ich einmal zu nachtschlafener Stunde in meiner Studentenbude in Kaiserslautern und zappte gelangweilt durch das TV-Programm, als ich ausgerechnet an Sat1 hängenblieb. Dort sah ich mit wachsender Verstörung einen SM-Freak mit Lederfetisch, der minutenlang einen Menschen in einem seltsamen Folterstuhl verhörte, während ein ebenfalls komplett in Leder gekleidetes Babe im Hintergrund Hebel herumschob. Ich war sofort gefesselt. Nach dem mörderischen Cliffhanger am Ende war ich bei der nächsten Folge sofort wieder dabei - und als der Handlungsbogen auch 2 Folgen danach mit dem Season-Cliffhanger nach vielen überaschenden Wendungen kein Ende finden wollte, musste ich mehr wissen und machte mich im Internet auf die Suche nach Fans der Serie "Farscape". Das Sat1-Diskussionsforum hatte seinen Reiz nach wenigen Sekunden nachhaltig erschöpft - aber auf der Fanseite Darkscape fand ich einen Link zu einem Forum, mit dem ich mich etwas länger beschäftigen sollte.

Dreieinhalb Jahre und diverse Bugs, Umzüge, Forentreffen und Personalprobleme mit durchgeknallten Admins später bin ich selbst ein Admin dieses Forums - eine Funktion, die ich in letzter Zeit allerdings sehr vernachlässigt habe. Andere haben indes einen beispiellosen Aufwand getrieben, um das Jubiläum zünftig zu feiern und mit viel Liebe und Einsatz ein paar Jubiläums-Events aus dem Boden gestampft, die mir ernsthaft die Tränen in die Augen getrieben haben.

Auf der speziell eingerichteten Jubiläums-Seite erfährt man viele interessante Details aus der langen Geschichte der Community - erzählt von verschiedenen Urgesteinen, die ganz tief in der Nostalgiekiste gekramt haben. Außerdem kann man sich ein kleines Hörspiel anhören und jede Menge toller Preise gewinnen.

In jeder der kommenden 3 Wochen gibt es ein neues Gewinnspiel, dessen Preise unter anderem von BOL, CloseUp-Poster, dem Heel-Verlag (SpaceView-Magazin) und Warner Brothers gesponsort werden.

Wenn ihr das jetzt schon alles geduldig durchgelesen habt - schaut doch mal rein, wenn die SFC unter dem Motto "Farscape abgesetzt, Enterprise gecancelt, Crusade abgesetzt... Was bleibt? WIR BLEIBEN!" drei Wochen lang ihr Jubiläum feiert...

1
Nov
2005

Leben ohne Internet

... unvorstellbar.

Nachdem ich drei Tage lang offline war, kann ich das einmal mehr bestätigen.

22
Okt
2005

So vieles zu erzählen

(wer mich kennt, weiß, dass jetzt das "aber" kommt)
... aber entweder habe ich stets keine Zeit oder keine Motivation. Meistens beides.

Das ist ein generelles Problem.

Vor Wochen habe ich mich bereit erklärt, etwas sehr wichtiges für eine Gruppe von Leuten zu schreiben, die mir einiges bedeutet - und es seitdem nicht geschafft, auch nur damit anzufangen. Heute Abend ist meine letzte Deadline und gerade eben sitze ich daran und versuche, mit meinem inneren Schweinehund fertig zu werden. Aber er lässt mich nicht vorbei. Bevor ich schlafen gehe, muss ich das geschafft haben, sonst habe ich nicht nur mich auf ganzer Linie enttäuscht.

Sollte hier zufällig jemand vorbeigenachschwärmt kommen, möge er mir die Daumen drücken. Der Rest, der das bei anderer Gelegenheit liest, möge still den Kopf schütteln (der hat Probleme).

Wenn ich das geschafft haben sollte, wird man wieder mehr von mir lesen, denn vorallem das schlechte Gewissen, hier etwas zu schreiben, wo ich doch "etwas wichtigeres" zu schreiben hätte, wird mich dann verschonen.

Apropos verschonen? Ja, ist ja schon gut..

(Satzfragment, beim 42. Editieren des Postings übersehen und versehentlich zurückgelassen: In Wirklichkeit bin ich gar)

18
Okt
2005

Edititis

Leidet ihr auch unter dieser chronischen Krankheit, jeden einzelnen Beitrag dutzende Male editieren zu müssen und mit dem Endergebnis trotzdem dennoch trotzdem notorisch unzufrieden zu sein?

Falls es Interessenten für eine Selbsthilfegruppe gibt, bitte habt keine Scheu und meldet euch. Die Edit-Funktion für Kommentare ist freigeschaltet.

Kommt Zeit, kommt...

Aaaaaaaaarbeit.

Eigentlich wollte ich mich gerade ausführlich zu einem Kommentar auslassen, der berechtigterweise darüber rummotzt, dass ich seit 7 Tagen nichts mehr geschrieben habe. Dann habe ich mir gedacht: Schlage ich doch einfach eine Fliege mit der gerade herumliegenden CD-Hülle und mache gleich einen neuen Eintrag daraus, damit die deprimierende Updatelosigkeit einen vorrübergehenden Aussetzer erleidet und der fälschliche Eindruck erweckt wird, dass hier tatsächlich noch etwas passiert!

[x] 1 Fliege(n) kaltblütig ermordet.

Für alle Kleinkarierten: "7 Tage" ist eine willkürlich gewählte Zahl, die für "ziemlich lange" steht und nicht zwangsläufig einen realen Sachverhalt abbilden muss. Es könnte dort stattdessen auch realistischerweise "9 Tage" stehen oder "ungefähr 8 Tage" oder auch "mehr als 7 Tage", um die unglaubliche Zeitdauer meiner dreisten Abwesenheit besonders zu betonen, was in dem Kommentar, auf dem ich mich eigentlich beziehen wollte, aber nicht geschehen ist, hier also nichts zur Sache tut.

9
Okt
2005

Feuchte Träume

Nein, nicht was ihr denkt. Die Überschrift ist bewusst irreführend gewählt, um Bettflüsterer auf eine falsche Fährte zu locken. Jehova! ;-)

Es geht aber sinngemäßg schon um "feuchte Erlebnisse", welche ich in meinen Träumen des öfteren habe, so oft, dass es mir als bemerkenswert auffällt: Ich weine. Es passiert im Traum etwas sehr tragisches und ich fange an, ungehemmt loszuheulen, wie der sprichwörtliche Schlosshund (woher kommt der Spruch "heulen wie ein Schlosshund" eigentlich? Was sind Schlosshunde und warum weinen sie? Ich kenne ja nur Schoßhunde, die nicht weinen, aber auch nicht schnurren, was ihnen gegenüber Katzen beispielsweise ein starkes Sympathiedefizit einbringt...).

Letzte Nacht war ich Severian, der "Held" des "Book Of The New Sun", in welchem ich vor dem Einschlafen noch gelesen habe. An einer Stelle sah ich mein Pferd (der richtige Begriff in Gene Wolfes Welt ist "Destrier") über einen Abgrund gehen und in die Tiefe stürzen. Daraufhin bin ich zusammengeklappt und habe wahre Wasserfälle geheult. Man sollte nun meinen, ein solches Erlebnis wäre zutiefst unangenehm - seltsamerweise ist aber das Gegenteil der Fall. Das Weinen hat im Traum etwas Befreiendes, geradezu Erlösendes - der Schmerz ist ein sehr angenehmer, den man immer tiefer erfahren möchte, indem man sich noch mehr "gehen" lässt. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu heulen und den Schmerz der ganzen Welt aus den Tränensäcken drücken...

Ein Kleinkind, das immer wieder scheinbar grundlos losheult, mag das vielleicht nachvollziehen können...

Solche Träume habe ich jedenfalls immer wieder - und es sind wie gesagt schöne, intensive Träume, die nach dem Aufwachen lange nachklingen. Bemerkenswert finde ich mein Traum-Geflenne vorallem deshalb, weil ich in Wirklichkeit seit vielen Jahren nicht mehr richtig geweint habe.

Mir fällt hierbei übrigens noch etwas auf: In gewisser Weise verrate ich meinen eigenen Vorsatz, nichts über mein Gefühlsleben zu erzählen, in der Art, wie man es üblicherweise dem streng geheimgehaltenen Tagebuch anvertraut. Habe ich mich bereits des Webexhibitionismus schuldig gemacht?

Über mein Liebesleben erzähle ich hier jedenfalls nichts, dabei bleibt es! (insofern man voraussetzt, dass es da etwas zu erzählen gäbe)
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Hehehe...sehr lustig, das erinnert mich an unseren...
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