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Schlaum

20
Okt
2006

Internet wird gebuehrenpflichtig

Die GEZ-Gebuehr auf Internet-faehige PCs und Handys ist beschlossen. Dass unsere gewaehlten Volksvertreter eine derartig am Leben vorbeigegriffene und unpopulaere Entscheidung tragen, zeigt einmal mehr, welchen Stellenwert Korruption und Kungelei in unserer modernen Demokratie eingenommen haben.

Dass diese Regelung hanebuechener Irrsinn ist, muss man eigentlich niemandem mehr erklaeren. Trotzdem haelt das unsere Grundversorgungsfreunde in der Politik nicht davon ab, eine freie Zukunftstechnologie mit einer Gebuehr fuer eine Technologie von Vorgestern zu belegen.

Was kann man tun?

Wer kein Vertrauen in die laufende Verfassungsbeschwerde hat, dem bleibt als letztes Mittel der zivile Ungehorsam.

Am besten die vorhandenen Rundfunkgeraete JETZT abmelden und der GEZtapo deutlich zeigen, dass so eine Aktion auch finanziell nach hinten los gehen kann.

30
Jun
2006

Fußball, achja...

    "ich wohn in nem kaff mit 2000 einwohnern... und hier fahren hupende autokorsos durch die gegend und leute auf den straßen singen 'FINAAAAAAAAALE OHOHO'"
Manchmal bin ich doch ganz froh, in Down Under zu sein.

5
Jan
2006

Rechtschreibung als Stilfrage

Der Spiegel 1/06 hat unter der Überschrift "Hit und Top, Tipp und Stopp" einen wunderbar treffenden Artikel über die Rechtschreibreform geschrieben, der momentan noch online einsehbar ist. Schnell lesen, bevor er kostenpflichtig wird.

"(...) Mit der Rechtschreibreform hat die Politik ein Regelwerk beschlossen, das die Bürger nicht gefordert hatten. Sie hat sich daran gemacht, die Schriftsprache zu erneuern, obwohl die Deutschen keinen Erneuerungsbedarf hatten. Sie hat sich eines Bereichs bemächtigt, für den sie gar nicht zuständig ist.

Die Reformer gingen dabei vor, als müssten sie eine neue Straßenverkehrsordnung erlassen. Alles sollte einfacher, übersichtlicher, logischer werden. Sie schnitten weg, was ihnen überflüssig erschien, sie zeigten wenig Respekt für das Gewachsene. Doch die Sprache ist keine Straßenverkehrsordnung. Sie ist ein sehr komplexes, häufig widersprüchliches, manchmal staunenswertes Gebilde, das sich über die Jahrhunderte entwickelt hat, ohne immer klaren, jedermann einsichtigen Regeln zu folgen. Wer sich an ihr zu schaffen macht, stößt schnell auf Widerstände. (...)"


Der Spiegel spricht in der Folge von "zivilem Ungehorsam" gegen die Reform. Mir kommt es eher so vor, als sei im Zuge des Reformwirrwarrs immer mehr Leuten die Rechtschreibung komplett egal. Sie kapitulieren vor der Rechtschreibung als ganzes, weil sie den unausgegorenen Reformänderungen im Detail nicht folgen können.

Nachdem ich mich eine Weile durch Chats und Foren bewegt habe und zunehmend "echte" Legasteniker nicht mehr von "unechten" (d.h. "gewordenen") unterscheiden kann, kommt mir der jahrzehntelange, verbissen bis ins Detail geführte Streit um eine einheitliche Rechtschreibung umso mehr wie ein Kampf gegen Windmühlen vor.

Zumal die Reform die Verwirrung auch selbst begünstigt. Man schaue sich nur mal an, welch seltsame Blüten die neuen Regeln zur Groß- und Kleinschreibung bzw. zur Getrennt- und Zusammenschreibung von Wörtern im Netz treiben. Da haben die Leute irgendwo aufgeschnappt, dass man heute viel mehr getrennt schreibt als früher - und schon wird "dem Gefühl nach" munter drauflosgetrennt, mit teil weise ab surden Ergebnissen und unter anglizismentreuer Weglassung des Bindestriches.

Und während die Kommission noch über Spezialfälle der Groß- und Kleinschreibung streitet, wird diese immer öfter einfach ignoriert. Manchmal aus Faulheit, oft aber auch aus Prinzip.

Rechtschreibung wird somit für viele zur Frage des persönlichen Stils. Ich selbst schreibe so, dass ich mich wohl dabei fühle. Ich berücksichtige einige Neuerungen der Reform, die mir einleuchten und ignoriere andere, die ich nicht kenne oder die ich sinnlos finde. Wichtig ist dabei doch nur, dass die Lesbarkeit des Textes nicht leidet und der persönliche Umgang mit der Rechtschreibung konsequent betrieben wird - sonst wäre das schlechter Stil. Darüber, dass ich immer noch "schneuzen" statt "schnäuzen" (von Schnauze) schreibe, mokiert sich niemand. Und wenn, dann wird er Erbsenzähler und Klugscheißer genannt. ;)

In dem Sinne akzeptiere ich auch, dass unter anderem viele Blogger inzwischen konsequent klein schreiben. Jeder nach seiner Fasson - so wie schon damals, zu Luthers Zeiten.

9
Okt
2005

Feuchte Träume

Nein, nicht was ihr denkt. Die Überschrift ist bewusst irreführend gewählt, um Bettflüsterer auf eine falsche Fährte zu locken. Jehova! ;-)

Es geht aber sinngemäßg schon um "feuchte Erlebnisse", welche ich in meinen Träumen des öfteren habe, so oft, dass es mir als bemerkenswert auffällt: Ich weine. Es passiert im Traum etwas sehr tragisches und ich fange an, ungehemmt loszuheulen, wie der sprichwörtliche Schlosshund (woher kommt der Spruch "heulen wie ein Schlosshund" eigentlich? Was sind Schlosshunde und warum weinen sie? Ich kenne ja nur Schoßhunde, die nicht weinen, aber auch nicht schnurren, was ihnen gegenüber Katzen beispielsweise ein starkes Sympathiedefizit einbringt...).

Letzte Nacht war ich Severian, der "Held" des "Book Of The New Sun", in welchem ich vor dem Einschlafen noch gelesen habe. An einer Stelle sah ich mein Pferd (der richtige Begriff in Gene Wolfes Welt ist "Destrier") über einen Abgrund gehen und in die Tiefe stürzen. Daraufhin bin ich zusammengeklappt und habe wahre Wasserfälle geheult. Man sollte nun meinen, ein solches Erlebnis wäre zutiefst unangenehm - seltsamerweise ist aber das Gegenteil der Fall. Das Weinen hat im Traum etwas Befreiendes, geradezu Erlösendes - der Schmerz ist ein sehr angenehmer, den man immer tiefer erfahren möchte, indem man sich noch mehr "gehen" lässt. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu heulen und den Schmerz der ganzen Welt aus den Tränensäcken drücken...

Ein Kleinkind, das immer wieder scheinbar grundlos losheult, mag das vielleicht nachvollziehen können...

Solche Träume habe ich jedenfalls immer wieder - und es sind wie gesagt schöne, intensive Träume, die nach dem Aufwachen lange nachklingen. Bemerkenswert finde ich mein Traum-Geflenne vorallem deshalb, weil ich in Wirklichkeit seit vielen Jahren nicht mehr richtig geweint habe.

Mir fällt hierbei übrigens noch etwas auf: In gewisser Weise verrate ich meinen eigenen Vorsatz, nichts über mein Gefühlsleben zu erzählen, in der Art, wie man es üblicherweise dem streng geheimgehaltenen Tagebuch anvertraut. Habe ich mich bereits des Webexhibitionismus schuldig gemacht?

Über mein Liebesleben erzähle ich hier jedenfalls nichts, dabei bleibt es! (insofern man voraussetzt, dass es da etwas zu erzählen gäbe)

27
Sep
2005

Wieviel Schlaf braucht der Mensch?

Normalerweise kenne ich mich als einen absoluten Langschläfer. 8 bis 9 Stunden brauche ich, um mich wohlzufühlen. Alles, was darunter liegt, ist Quälerei - dachte ich bisher. Und wer schonmal versucht hat, mich durch vorzeitiges Wecken vom Gegenteil zu überzeugen, kann froh sein, wenn er mit einigen leichten Blessuren davongekommen ist. (Nicht umsonst lasse ich mich von meiner Stereoanlage am gegenüberliegenden Ende des Zimmers wecken, da man Wecker und Handys zu leicht durch davonwerfen ruhig stellen kann.)

Im Moment überasche ich mich aber selbst, was eine interessante, weil seltene Erfahrung ist. Ich habe in den letzten zwei, drei Wochen kaum mehr als 6 Stunden geschlafen und war nach einer anfänglichen Umstellungsphase trotzdem absolut fit. Wie kommt das auf einmal? Sollte ich doch weniger Schlaf benötigen, als andere Menschen? Ich habe das Gefühl, im Moment "konzentrierter" zu schlafen, als sonst. Dabei hatte ich die Sorge, dass dieses intensivere Schlafen dazu führt, dass ich weniger träume, bzw. von den Träumen nach dem Aufwachen nichts mehr übrig bleibt - zu meiner Freude ist das aber nicht der Fall. Gerade in den letzten zwei Tagen habe ich so gut geträumt, dass ich noch den halben Tag so eine Art "Nachklingen" im Bauch hatte.

Von wisschenschaftlichen Untersuchungen, die gezeigt haben sollen, dass 7 Stunden Schlaf das lebensverlängernde Optimum sind, halte ich übrigens nicht viel. Jeder Mensch ist anders und jeder hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Da kann man keine pauschalen Aussagen treffen.

23
Sep
2005

Auf ein Neues (revisited)

Na sowas. Wer hätte damit gerechnet, dass ich hier nochmal was schreibe. Ich bin selbst ganz überascht, um nicht zu sagen perplex. Denn eigentlich kenne ich mich gut genug, um zu wissen, dass so ziemlich alles, was ich einmal anpacke, sich entweder beizeiten im Sande verläuft, gar nicht erst dem Stadium des Wäre-doch-mal-ganz-nett-Denkens entwächst oder aber mit Karacho vor den Baum fährt.
Dass ich nun doch den Weg zurück gefunden habe, nehme ich einfach mal als gutes Zeichen dafür, dass dieses Blog im Gegensatz zu meinen vorherigen Versuchen letztendlich doch Bestand haben erst im zweiten Anlauf scheitern wird.

Aber Schluss mit der ätzenden Negativdenkerei. Ich bin wieder da und es ist einiges passiert, seitdem ich vor mehr als zwei Monaten überstützt die Koffer, bzw. die Aldiplastiktüte Richtung Griechenland gepackt habe. Nichts allzu aufregendes natürlich. Und es ist wie immer wesentlich mehr *nicht* passiert, was aber ganz dringend hätte passieren sollen bzw. müssen, wenn es nach allgemeinen Notwendigkeiten bzw. dem ginge, was ich mir sonst noch alles für die Zeit vorgenommen hatte.

In diese Kategorie fällt zum Beispiel die Suche nach einem anderen Job (der alte entwickelt sich immer mehr zu einer angenehmen Melange aus unzumutbarer Schinderei und Psychofolter). Desweiteren: Fahrradreperaturen, Farscape-Untertitel-Übersetzungen, Gang nach SF-Community-Canossa, Kontaktaufnahme zu diversen alten Freunden, denen dringend klarzumachen ist, dass ich noch immer wese, Perspektivfindungen inklusive Auslandsreisen und finaler Studienplatzwahl. Und natürlich das Wiederflottmachen des Onlinebankings, um mit meinem nicht vorhandenen Geld 3 Monatsmieten nachzuzahlen. Und meinen Anteil am exorbitant teuren Griechenurlaub. Und einen Ersatz für meine Festplatte (Absturz aus 1m Höhe) sowie meine Digicam (Absturz aus 5m Höhe). Und einen neuer E-Bass. Und Klamotten, die kein Rote-Kreuz-Sack-Flair ausstrahlen. Und einen guten, stabilen Hanf-Strick. All das ist in dieser schönen langen Zeit (großteils nicht zum ersten Mal) nicht geschehen.

Stattdessen war ich zweieinhalb Wochen auf einer miesen, wenig erholsamen, dafür aber mordsteuren Griechenlandexkursion (das Wort "Urlaub" bekomme ich in dem Satz nicht sinnvoll unter) und danach zur Erholung zwei unproduktive Wochen lang zuhause. Und jetzt bin ich wieder hier. *juuubel* <-- *insert Marvin-Gesichtsausdruck here*

Ok, es reicht langsam? Schön. jemand trete mich...

*Autsch*

Danke. Jetzt geht's mir bes... *GAK*

Einmal hätte auch gereicht!

*rennt panisch mit den Armen um sich wedelnd durch das Zimmer und kollidiert mit der Schrankwand*

(Wie schreibt man "Neues" bzw. "neues" nun eigentlich nach n.d.R.?)

6
Jul
2005

Auf ein Neues

(Schreibt man "Neues" jetzt groß oder klein? Die Verwirrung um die neue deutsche Rechtschreibung hält an.)

Da bin ich mal wieder mit einem neuen Weblog-Versuch. Der letzte dieser Art zeichnete sich nicht gerade durch besondere Langlebigkeit aus. Vielleicht klappt's diesmal besser?

Ich habe sehr lange gebraucht, um hier anzukommen. Die Entscheidung für einen Bloganbieter fiel mir nicht gerade leicht - ich habe Freunde bei Livejournal und Blogger.com . Beide Anbieter konnten mich aber von der Ausrichtung und den Features her nicht vollends überzeugen. Außerdem wollte mir einfach kein toller individualistischer phantasievoller geekiger Name für mein Blog einfallen.

Letztendlich hat eine alte Oster-Postkarte von meinen Eltern, die ich heute bei einer dringend notwendigen Entrümpelungsaktion gefunden habe, den Ausschlag gegeben, mal wieder meinen Hintern hoch zu bekommen. Der Spruch passte für mich wie die Faust auf's Auge:

"Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst"

Hier bin ich nun also. Vielleicht werde ich mich hier zuhause fühlen. Vielleicht lasse ich auch dieses Blog bald wieder unter einer dicken virtuellen Staubschicht verschwinden.

Versuch macht kluch.
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Provisorium

Alles zu seiner Zeit...

Fotos

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Sempf

Lass dich doch nicht...
Lass dich doch nicht so gehen und gib mal ein Lebenszeichen...
Gouki (Gast) - 28. Okt, 07:24
hatte mich nie bei gmx...
hatte mich nie bei gmx angemeldet. kein interesse!...
jutta hess (Gast) - 24. Okt, 10:45
BTW
Stimme Gouki zu: Meld Dich mal. ;-)
Maria zum Zweiten (Gast) - 28. Sep, 01:15
Hey Herb, gute Bemerkung...
Hey Herb, gute Bemerkung zum Thema "wählen"!...
Maria (Gast) - 28. Sep, 01:15
Schön das es dich...
Schön das es dich noch gibt :) Bitte melde dich...
Gouki (Gast) - 26. Sep, 23:30

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Online: 1602 Tage
Aktualisiert: 28. Okt, 07:24

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