23
Okt
2006

USA verbieten Vegemite

Wie ich heute auf Boing Boing lesen durfte, hat die US-Regierung die Einfuhr des australischen Nationalbrotaufstrichs Vegemite gesperrt und geht nun offenbar soweit, australische Touristen bei der Einreise danach zu durchsuchen.

Die vorgeschobene Begruendung ist wohl, dass Vegemite das Vitamin Folsaeure enthaelt, das in den USA aus Gesundheitsgruenden (?) nur Mueslis und Brotsorten zugefuegt werden darf. In Wahrheit fuerchten die USA wohl die australische Rache auf die unaufhaltsame Invasion von US-Fastfoodketten selbst in eher abgeschiedenen Gegenden des australischen Outbacks.

Ironischerweise wird Vegemite von der US-Firma Kraft hergestellt.

Da Vegemite aufgrund seines in die Naehe eines salzigen Bruehwuerfels anzusiedelnden Geschmackes ausserhalb Australiens eher unbekannt ist, werde ich ein Doeschen mit nach Deutschland bringen, um Familie und Freunde zu schocken eine Freude zu bereiten.

20
Okt
2006

Internet wird gebuehrenpflichtig

Die GEZ-Gebuehr auf Internet-faehige PCs und Handys ist beschlossen. Dass unsere gewaehlten Volksvertreter eine derartig am Leben vorbeigegriffene und unpopulaere Entscheidung tragen, zeigt einmal mehr, welchen Stellenwert Korruption und Kungelei in unserer modernen Demokratie eingenommen haben.

Dass diese Regelung hanebuechener Irrsinn ist, muss man eigentlich niemandem mehr erklaeren. Trotzdem haelt das unsere Grundversorgungsfreunde in der Politik nicht davon ab, eine freie Zukunftstechnologie mit einer Gebuehr fuer eine Technologie von Vorgestern zu belegen.

Was kann man tun?

Wer kein Vertrauen in die laufende Verfassungsbeschwerde hat, dem bleibt als letztes Mittel der zivile Ungehorsam.

Am besten die vorhandenen Rundfunkgeraete JETZT abmelden und der GEZtapo deutlich zeigen, dass so eine Aktion auch finanziell nach hinten los gehen kann.

13
Okt
2006

Aufregende und interessante Dinge

"Los Herb, schreib mal wieder was! In deinem Leben passieren doch bestimmt aufregende und interessante Dinge!" - Maria (Zum vorherigen Podcast)

9
Okt
2006

Lebenszeichen

Hallo, da bin ich wieder. Man kennt das ja von mir - ab und an tauche ich einfach unter und werde nicht mehr gesehen. Allzu oft ist das ein Zeichen dafür, dass es mir nicht gut geht. Ich würde lügen, wenn ich behauptete, es wäre diesmal anders. Aber Grund zur Sorge besteht trotzdem nicht - ich wurschtele mich halt so durch und sammele Erfahrungen.

Kurz zusammengefasst:

Ich sitze zur Zeit ohne Geld in Adelaide fest, will reisen, während die beste Zeit dafür langsam verstreicht, muss aber stattdessen nach Arbeit suchen.

Ich habe ein paar dumme Fehler gemacht, die mich zu dieser finanziell angespannten Situation geführt haben.

Zuerst habe ich in dem Irrglauben, ich hätte genug verdient, frühzeitig vom Fruitpicking Abschied genommen.
Dann habe ich mein Auto mit Profit verkauft - aber bis heute keinen Cent dafür gesehen (ich bin zu vertrauensselig). Ich kenne den Käufer aber sehr gut und werde dran bleiben...
Nicht zuletzt habe ich meine kaputte Kamera durch ein neues Modell + Zubehör ersetzt und mir einen netten MP3-Player gekauft, weil ich die Radiobeschallung auf Arbeit nicht mehr aushielt.

Nun gibt gerade noch mein Laptop den Geist auf, aber das erwähne ich besser nicht...

Immerhin, die Zeit in Adelaide verbringe ich so gut wie möglich. Ich treibe viel Sport und hänge etwas rastlos in den zahlreichen Hostels der Stadt herum. Letzte Woche habe ich kurz bezahltermaßen ein paar PCs zusammengeschraubt - diese Woche bin ich wieder auf Arbeitssuche. Sollte ich hier nichts finden, reise ich eben dorthin, wo es Arbeit gibt - und sei es wieder Fruitpicking...

Die geplante Reise nach Alice Springs --> Darwin --> Westküste, für die ich schon eine feste (weiblich, dänisch) Mitfahrgelegenheit hatte, ist erstmal verschoben und es wird von Tag zu Tag unwahrscheinlicher, dass sie noch stattfindet, da es immer heißer wird und im Westen die Regenzeit droht..

Ich verspreche regelmäßige Updates für die Zukunft, auch wenn mir das Schreiben aufgrund notorischer Unzufriedenheit mit mir selbst große Mühen bereitet. Vielleicht gibt's wenigstens neues Bildmaterial.

Bis dann,
Christoph aus Adelaide

26
Jul
2006

Plastiktütenpackerei im Supermarkt.

Supermarkteinkaeufe sind schlecht fuer die Nerven. Besonders in Australien.

In der Zeit, in der eine australische Supermarktkassierin jede Ware des woechentlichen Einkaufs einzeln am Scanner vorbeigehoben und sorgfältig in eine Plastiktüte gestopft hat, um die gefüllten Tüten dann vorsichtig zurechtzuzupfen, abzuhenkeln, hinten raus zu stellen, hätte eine durchschnittliche ALDI-Kassiererin locker ein gutes Dutzend Familieneinkäufe vom Fließband gewuchtet. Das hat zwar nichts mit Dienstleistungsgesellschaft zu tun, ist aber grundsymphatisch und ehrlich!

Entmündigt steht man däumchendrehend vor der Kasse und schaut der Kassiererin bei ihrer schiebenden und stopfenden Tätigkeit zu. Jeder der 20 Schokoriegel wandert einzeln am Scanner vorbei. Man wiegt verlegen die Geldbörse hin und her und immer noch stopft und raschelt es. Man fühlt sich deplaziert. Mit einem hilflosen Lächeln bemüht man sich im Smalltalk. Wie es denn gehe. Nicht zu schlecht. Ja, ebenso. Bitte packen sie die Eier nicht nach unten. Das Müsli können sie mir so geben, da brauchen sie keine Extratüte zu nehmen. Ja, das trage ich gerade noch so bis zum Auto. Unterm Arm quasi, kein Problem. Genauso, wie ich den Kram auch schon zur Kasse getragen habe. Argh.

Jemanden beim Essen zuzuschauen ist schlimm genug. Einer Kassierin untätig beim minutenlangen Verpacken deines Einkaufes zuzusehen, ist Folter.

Während die "Beep"-"Beep"-Frequenz an der heimischen ALDI-Kasse die beruhigende Gewissheit aufkommen lässt, dass der Kapitalismus im Herzen gesund ist, liegt er hier darbend darnieder. Die größte marketingtechnische Verfehlung: Die umweltfreundlichen Plastiktüten tragen noch nichteinmal ein Logo.

13
Jul
2006

Vergreisung

Es ist kurz nach 12 und ich bin müde. Sonst bin ich nie um diese Zeit müde. Muss am Älterwerden liegen. Jetzt bin ich immerhin schon ein Vierteljahrhundert alt...
Zugegeben: 8 Stunden Fruitsnipping und ein anstrengendes Footballtraining mögen ebenfalls nicht ganz wirkungslos geblieben sein.

Die Geburtstagsfeierlichkeiten beschränkten sich dann auch darauf, bei einem Glas Ginger-Wein im Kreise von Dutzenden liebestollen "Ginger-Flys" mehrere Dutzend automatisch zugestellte Geburtstagsmails zu löschen.

Liebe Newsletterversender, führt euch bitte mal folgenden Beitrag aus dem Heise-Newsletter aufs Innigste zu Gemüte: Herzlichen Dank aber für die persönlichen Mails. :)

~strine of the day~
sack: noun:- a bed. Used as "hit the sack" = go to sleep.

8
Jul
2006

Kneipenverhaltensweisen

Ein Typ reißt einem anderen an der Theke im Vorübergehen die Hose herunter.
Der solcherart Entblößte zuckt nicht mit der Schulter, er verharrt weiter friedlich in sein Bier vertieft. Nach einigen Minuten platzt seinem Nachbarn der Kragen.

"Put your bloody pants up, for Christs sake!"
"But he pulled it down."


Seltsames Volk, hier.

~strine of the day~
veg out: verb:- to relax and think of, er, nothing.

5
Jul
2006

Seit ich bei Betty bin...

... habe ich über 5 kg zugenommen.



Reine Muskelmasse natürlich. *Bauch kraul*




~strine of the day~ (oder eher of the week...)
bad case of the trots: noun:- diarrhea

30
Jun
2006

Fußball, achja...

    "ich wohn in nem kaff mit 2000 einwohnern... und hier fahren hupende autokorsos durch die gegend und leute auf den straßen singen 'FINAAAAAAAAALE OHOHO'"
Manchmal bin ich doch ganz froh, in Down Under zu sein.

26
Jun
2006

Wehwehchen

Letzten Donnerstag hat sich mein kleiner Finger todesmutig einem anfliegenden Footy in den Weg gestellt und ihm sicherlich einiges an Schwung für den weiteren 200-Meter-Flug geraubt. Etwas unschlüssig stand ich da und beschaute den am ersten Glied um 90 Grad nach hinten geknickten Tollpatsch. So ganz natürlich sah das nicht aus. Glücklicherweise war ich im Umgang mit derartigen Verletzungen erfahren. Gerade einmal zwei Wochen war es her, dass ich "Blade Runner" gesehen hatte, wo Harrison Ford etwas ähnliches passiert. Nur mit einem Replikanten anstatt eines Footballs. Also ganz verwegen den Finger mit einem lauten "Knack" wieder in die grob abgeschätzte Ausgangslage zurückgebogen und ihn genau wie Deckard am Nachbarfinger fixiert. Nur mit einem Pflaster anstatt eines abgerissenen Kleidungsfetzens. Seit langem habe ich mich mal wieder wie ein richtiger Geek gefühlt.

Ich hätte allerdings nicht weiterspielen sollen, denn gut 2 Minuten später musste ich feststellen, dass es sich mit dem Kiefer nicht ganz so gut Bälle fangen lässt wie mit den nun aus verständlichen Gründen etwas zu schüchternen Händen. Diese Lektion musste mein Magen teuer bezahlen, der in den darauffolgenden Tagen vornehmlich Flüssignahrung vorgesetzt bekam, da es mit dem Kaufen nicht so recht klappen wollte.

Inzwischen ist aber alles wieder im Lot. Die Nahrungsaufnahme verläuft wieder schmerzfrei (aber nicht ohne Reue, siehe nächster Beitrag) und der Finger fällt nur dadurch auf, dass er am ersten Glied so dick ist wie der Zeigefinger, aber weitaus weniger belastbar...

Achja, das Leben ist nicht einfach.

~strine of the day~
cactus: adjective:- something has had it, doesn't work anymore

23
Jun
2006

Bloggen in Internetcafes


+ Kopfhörer, um von lästigen Mitmenschen gänzlich abgeschottet zu sein.
+ Opera auf dem USB-Stick.

[via boingboing.net]

21
Jun
2006

Aus der Luft fotografiert


"The way is made clear when viewed from above"
(Na, aus welchem Computerspiel stammt das?)


Ich könnte in das rechte Bild zum unteren Haus hin noch einen roten Pfeil und den Hinweis "Hier wohne ich" reinmalen, aber ich bin zu müde, um darauf zu warten, dass das Bildbearbeitungsprogramm der Wahl fertiggeladen ist.

(Fotos von Augi (meine Knipse gibt den Geist auf (das verdient einen Extra-Beitrag)))

13
Jun
2006

Aussie Rules Football

Fußball langweilt mich. Zwar interessiere ich mich durchaus für die WM, aber nur ganz selten schaffe ich es, mir ein Spiel am Stück anzuschauen - irgendwann vertreiben mich ständige Spielunterbrechungen und höhepunktarmes Mittelfeldgebolze vom Fernseher. Ich warte eben nicht gern auf die wenigen Highlights, die die meisten Spiele zu bieten haben - diese kann ich mir auch danach noch in der Zusammenfassung ansehen.

Anders verhält es sich mit dem Zuschauersport Nr. 1 in Australien, an dem man als Besucher dieses sportverrückten Landes einfach nicht vorbeikommt: Aussie Rules Football. Ich habe bereits zweimal mit Betty, meiner Gastgeberin, Football-Spiele besucht und bin, nachdem ich die Regeln einmal verstanden habe, sehr angetan.

Aussie Rules findet auf einem riesigen ovalen Spielfeld statt, auf dem sich 15 18 Spieler jedes Teams frei verteilen - ohne eine Abseitsregelung fürchten zu müssen. Wenn der Ball einmal ins Rollen, oder vielmehr herumholpern oder -fliegen kommt, findet der Spielfluss kaum eine Unterbrechung. So wüst, wie das Spiel durch die ständigen harten Tacklings, bei denen die Spieler gegenseitig versuchen, sich beim wichtigen Ballfangen ("Mark") zu behindern, auch aussieht, so steckt doch jede Menge Disziplin und Ordnung darin und unverhältnismäßige Gewaltausbrüche sind nicht zu beobachten, weswegen auch niemand hinter Kopfkäfige und Schulterpolster gesperrt werden muss (American Football).

Großer Reiz geht von der unrunden Ballform aus. Ich hätte nie gedacht, dass einfaches Ballfangen wieder so herausfordernd und spaßbringend sein könnte, wie damals mit 5. Das Ding eiert und holpert herum, dass es nicht feierlich ist und lässt sich nur mühsam unter Kontrolle bringen. Wenn man dabei auch noch von anderen Spielern behindert wird, dann wird Ballfangen zur Paradedisziplin, für die man belohnt werden möchte. Daher gibt's für jeden erfolgreichen Mark nach einem gekickten Ball auch einen Freikick. Man kann also mit gezielten Pässen und Marks das ganze Spielfeld überbrücken und aus geeigneter Position ein Goal treten.

Was ich nun an alledem so interessant finde, ist das unerhört hohe Spieltempo, das für ständige Action sorgt. Jeder einzelne Kick und Mark-Versuch ist spannend, Langeweile kommt so gut wie nie auf, stets ist das Spiel in Bewegung.

Zusehen ist das eine - aber letztendlich musste ich es auch selbst ausprobieren. Zur Zeit nehme ich nach der Arbeit zwei mal wöchentlich am Training der Lyrup Lions teil, bin heute Mitglied geworden und werde wohl oder übel in 4 Wochen mein erstes Spiel bestreiten. Trotz weitgehender technischer Ahnungslosigkeit bin ich mit viel Einsatz, hoher Laufbereitschaft und geeignetem Körperbau wohl ganz passabel geeignet. Und es macht unerhört viel Spaß. :)

mark

Ein Mark, geknipst bei Port Adelaide vs. Western Bulldogs

10
Jun
2006

"Kayaking" auf dem Murray River

In Abwesenheit sonstiger Beiträge mal wieder ein paar Fotos:


Größere Versionen auf Flickr.

(1) Startvorbereitungen
(2) Martin A.
(3) Elavion rudert mich pflichteifrig den Murray hinauf
(4) Martin S.
(5) Wildwasserduell
(6) Ibise
(7) Ein Pelikan im Flug
(8) Und tschüss
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Provisorium

Alles zu seiner Zeit...

Fotos

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Sempf

Toxoplasmaist
Bin ab jetzt Toxoplasmaist! Ismen sind klasse! Erklärt...
Wongar (Gast) - 24. Feb, 12:46
On the road and final...
Eventuell sind die Hunde auch einfach irritiert, weil...
chrisi (Gast) - 4. Jan, 16:51
Verwirrtheit der Tiere
Das kann ja noch ganz andere Ausmaße annehmen. So lange...
Manolio (Gast) - 21. Dez, 12:32
Hehehe...sehr lustig,...
Hehehe...sehr lustig, das erinnert mich an unseren...
Kevin (Gast) - 20. Dez, 09:52
wenisgstens bei dir darf...
wenisgstens bei dir darf man noch posten ohne login... hab...
memodat - 14. Dez, 12:49

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